Mit diesen Farben wird gedruckt

Man unterscheidet im Druck vor allem 2 verschiede Farbräume:
CMYK und den Druck mit Sonderfarben. Was für Ihr Einsatzgebiet das Richtige ist, erfahren Sie im Datenblatt zum
jeweiligen Artikel.

CMYK
Schon in der Grundschule lernen wir: rot + gelb = orange, gelb + blau = grün, … und alles zusammen wird
braun/schwarz. Das ist das Prinzip des Vierfarbdrucks.

Anstelle von blau, rot und gelb werden im professionellen Druck die spezifischen Farbtöne verwendet: Cyan, Magenta,
Yellow/Gelb und Key/Schwarz (CMYK). Der Farbton Petrol wird beispielsweise durch folgendes Mischungsverhältnis erzielt:
C=70 | M=6 | Y=31 | K=5.

Diese Farben nennt man auch Prozessfarben. Für den Druck mit den vier Farben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz wird
auch häufig der Begriff 4C-Druck gebraucht.

Durch die unterschiedlich große Rasterung kleiner, für das Auge nicht einzeln sichtbarer Punkte kann mit CMYK ein großer
Teil des Farbraumes dargestellt werden.

Da beim CMYK-Druck alle Farben übereinander aufgetragen werden, kann hier ein Farbauftrag von bis zu 400% entstehen.
Für ein gutes Druckergebnis sollte der Farbauftrag in der Regel 320% nicht übersteigen.














Sonderfarben

Es gibt auch einige spezifische Farbtöne, die nicht aus CMYK gemischt werden können oder bei denen man die leichten
Schwankungen bei einem 4C-Druck nicht tolerieren kann. In diesen Fällen bietet sich die Verwendung bereits fertig gemischter
Farben an. Diese fertig gemischten Farben nennt man Sonderfarben oder Schmuckfarben.

Sonderfarben werden von den Herstellern in Farbfächern mit Nummer oder Kennzeichnung definiert und sind somit
eindeutig identifizierbar. Die zwei gängigsten Farbfächer mit Sonderfarben sind von HKS und Pantone.

Der HKS-Farbfächer definiert mit 88 Basisfarben und entsprechend Nuancen insgesamt 3.520 Farbtöne.
HKS-Farben sind bereits gemischt im Handel erhältlich und kommen somit „fertig aus der Dose“.

Das Pantone Matching System (PMS) beinhaltet über 2000 Farben. Pantone selbst ist ausschließlich für die
Kreation der Farbtöne und die Herstellung der Farbfächer und die Angabe der Farbrezepturen zuständig.
Die eigentliche Produktion der Druckfarben übernehmen lizenzierte Druckfarbenhersteller in Eigenregie.

Umrechnung
Die meisten Sonderfarben lassen sich auch gut in CMYK nachstellen. Es gibt Umrechnungstabellen, um Sonderfarben
bei Bedarf in CMYK umzurechnen und den gewünschten Farbton auf diese Weise möglichst optimal nachzustellen.
Diese Tabellen finden sich an vielen Stellen im Internet.

RGB-Farben
Im Gegensatz zu Druck- und Wasserfarben (subtraktives Farbmodell) steht das additive Farbmodell. Es kommt
am Fernseh- oder Computerbildschirm zum Einsatz oder wenn man farbige Lichtkegel übereinanderlegt.
Der RGB-Farbraum bildet die Farbwahrnehmung durch die Mischung der 3 Grundfarben (Rot, Grün und Blau) nach.
Je mehr Farben übereinander gelagert werden, desto heller und intensiver wird das farbige Licht.Da RGB-Farben Lichtfarben
sind, kann man mit ihnen nicht drucken. Sie werden vor einem Druck meist in den CMYK-Farbraum umgerechnet.



<< zurück zur Übersicht